Dienstag, 21. November 2017

Weihnachtsmärkte sind beliebt bei Taschendieben sehr beliebt

Bild: Polizeiberatung
Der Besuch eines Weihnachtsmarkts gehört für viele im Advent einfach mit dazu – leider auch für Taschendiebe. Während die Besucher an den zahlreichen Ständen stöbern oder sich angeregt bei einer Tasse Punsch unterhalten, schlagen die Diebe blitzschnell zu. Zwar sank 2016 die Zahl der angezeigten Taschendiebstahlfälle etwas im Vergleich zum Vorjahr – von insgesamt 168.142 (2015) auf 164.771 Fälle (2016). Dafür stieg aber der Schaden von 50,8 Millionen Euro (2015) auf 51,5 Millionen Euro an. Die Polizei gibt hilfreiche Tipps, wie sich Besucherinnen und Besucher vor dem Griff in die Tasche schützen können. Sie sind auf der Klappkarte „Schlauer gegen Klauer!“ kurz zusammengefasst, die bei jeder Polizeidienststelle und im Internet unter www.polizei-beratung.de erhältlich ist.

In den engen Gassen zwischen den Weihnachtsmarktständen ist zum Beispiel der Drängel-Trick sehr beliebt. „Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die Geldbörse in der Manteltasche quasi „griffbereit“ anbietet“, so Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Innerhalb weniger Sekunden sind Brieftasche, Kreditkarte oder das Handy verschwunden.“ Dabei laufen die Maschen der Diebe oft nach dem gleichen Schema ab: Einer lenkt das Opfer ab, der Zweite stiehlt die Beute und gibt sie an einen Dritten weiter, der dann verschwindet. Werden die Diebe nicht auf frischer Tat ertappt, sind sie meist nur schwer ausfindig zu machen – zumal die Opfer den Verlust meist erst spät bemerken und die Täter in vielen Fällen nicht beschreiben können.

Taschendiebe lassen sich manchmal schon am typisch suchenden Blick erkennen. Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute (z. B. Hand- oder Umhängetasche). Dabei suchen die Diebe gerne die Enge – die Gänge zwischen den Buden auf dem Weihnachtsmarkt bieten sich dazu besonders an. Eine weitere erfolgreiche Masche der Diebe ist, die Kleidung des potenziellen Opfers angeblich versehentlich mit Ketchup, Senf oder einer Flüssigkeit zu beschmutzen. Beim anschließenden Reinigungsversuch lenken sie das Opfer wortreich vom zeitgleichen Diebstahl der Wertsachen ab. 

Die Polizei gibt hilfreiche Tipps gegen die Tricks von Taschendieben:
  • Nehmen Sie bei einem Bummel über den Weihnachtsmarkt nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen.
  • Tragen Sie Geld, Zahlungskarten und Papiere immer in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.
  • Achten Sie gerade in einem Gedränge verstärkt auf Ihre Wertsachen. Werden Sie misstrauisch, wenn Sie plötzlich angerempelt oder „in die Zange“ genommen werden.
  • Notieren Sie niemals Ihre PIN irgendwo im Portemonnaie (schon gar nicht auf der Zahlungskarte).
  • Sollten Ihnen Zahlungskarten abhandengekommen sein, lassen Sie diese sofort für den weiteren Gebrauch sperren, z. B. telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf 116 116.

Die Klappkarte „Schlauer gegen Klauer“ enthält neben den Tipps auch einen Notfallpass zum Heraustrennen mit allen wichtigen Telefon- und Sperrnummern von Debit- und Kreditkarten sowie eine Checkliste mit Sofortmaßnahmen für Opfer und Zeugen, damit diese nach einem Diebstahl richtig reagieren können. Die Klappkarte ist kostenlos bei jeder (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle erhältlich oder kann unter   
http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/medienangebot-details/detail/23.html heruntergeladen werden.

Freitag, 27. Oktober 2017

Überrumpelt an der Haustür: Wie man sich schützen kann

Die Opfer wollen nur freundlich sein – und das nutzen Kriminelle schamlos aus. Marktcheck zeigt die Tricks der dreisten Diebe und wie Sie sich schützen können.


Mittwoch, 25. Oktober 2017

Halloween: Scherze und ihre Folgen



Sachbeschädigungen sind kein Kavaliersdelikt

 


In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November ist wieder Halloween: Kinder ziehen von Haus zu Haus und fordern mit dem Spruch: „Süßes, sonst gibt`s Saures“ Geschenke oder spielen Streiche. Doch so mancher Scherz ist gar nicht lustig, sondern strafbar.


„Viele Streiche sind schlicht Sachbeschädigungen. Diese können mit einer Geldstrafe und sogar mit bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet werden“ betont Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Wer zum Beispiel einen Briefkasten mit Feuerwerkskörpern in Brand setzt, begeht eine Straftat. Auch wer Autos oder Hausfassaden mittels Sprayfarbe `verschönert´, muss mit einer Strafe rechnen“, so Klotter weiter.

Mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe kann bestraft werden, wer eine „Gemeinschädliche Sachbeschädigung“ begeht. Dies ist der Fall, wenn jemand Sachen beschädigt oder zerstört, die der öffentlichen Nutzung dienen. Gemeint sind damit z.B. demolierte Parkbänke oder zerkratzte Scheiben in Zügen. Jedes Jahr entstehen dadurch Schäden in Millionenhöhe, die letztlich alle gemeinsam bezahlen müssen. Wenn der Täter ermittelt wird, muss er den Schaden ersetzen bzw. bezahlen. Das nennt man dann eine zivilrechtliche Schadensersatzpflicht, die je nach Alter und Situation auch Familienangehörige treffen kann.

Ein Halloween-Streich kann auch für diejenigen teuer werden, die nicht mitgemacht haben, sondern nur dabei waren: Junge Menschen, die auf nächtlicher Zerstörungstour mit Freunden erwischt werden, können wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung angezeigt werden. In jedem Fall bedeutet das mindestens eine Geldstrafe, hinzu kommt noch die Schadenswiedergutmachung.

Sollten Sie Zeuge oder Opfer einer Straftat werden, scheuen Sie sich bitte nicht den Notruf 110 zu wählen.

Einer spannenden Halloween-Nacht mit viel Grusel steht nichts im Wege, wenn beim Streiche spielen gewisse „Spielregeln“ eingehalten werden, damit alle Spaß haben und niemand zu Schaden kommt.

Mehr zum Thema Vandalismus unter: 

http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/jugendkriminalitaet/taeter-von-vandalismus/
http://www.polizeifürdich.de/deine-themen/sachbeschaedigung.html





Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und andere Einrichtungen, zum Bei-spiel Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.
 

Dienstag, 17. Oktober 2017

Notinseln: Es werden immer mehr


Notinseln: Es werden immer mehr. Bild: privat

Garather Initiator freut sich: "Es werden immer mehr"

Düsseldorf/Garath | 16.10.2017 | (sgh) „Es freut mich sehr, dass eine gute Sache zum Schutz unserer Kinder sich immer mehr in Düsseldorf ausbreitet und engagierte Menschen sich dafür stark machen“, so Peter Ries, der die Notinseln für Garath und Hellerhof initiierte und einen entsprechenden Beschluss in der Bezirksvertretung 10 herbeiführte, an dem sich alle Parteien beteiligten. Der 60-jährige Kommunalpolitiker und Opa von fünf Enkelchen hatte, nachdem 2016 seine damals 6-jährige Enkelin von einem fremden Mann angesprochen wurde und sie „nach Hause“ fahren wollte, überlegt, was man für etwas mehr Sicherheit der Kinder unternehmen könnte. Bei seinen Recherchen stieß er auf die Stiftung Hänsel + Gretel, die in ganz Deutschland mit Partnern zusammenarbeitet, um Kindern, die sich bedroht fühlen und Hilfe benötigen, einen Zufluchtsort zu bieten.

Da die IHK Partner der Stiftung Hänsel + Gretel in Düsseldorf ist, kontaktierte Ries den Stadtteilmarketing-Experten und für die Organisation zuständigen Sven Schulte - das Ergebnis ist ja bekannt. Ries wünscht sich noch mehr „Nachahmer“, wie er sich ausdrückte. Denn der Schutz unserer Kinder sollte alle angehen“.

Mittlerweile gibt es in Düsseldorf 84 Notinseln davon 24 in Garath, die man am Logo in den Eingangsbereichen der jeweiligen Geschäfte und Institutionen erkennen kann. Sie signalisieren den Kindern "Wo wir sind, bist Du sicher". 
Die Anlaufstellen sind verpflichtet, die Sorgen und Nöte hilfesuchender Kinder ernst zu nehmen und ihnen zu helfen.

„Im Rahmen eines Rundgangs durch den Stadtteil, in dem sich die Notinseln befinden oder einer Quiz-Rally könnten die Kinder der Kitas und Schulen spielerisch auf die Standorte der Notinseln aufmerksam gemacht werden, damit sie in einer Notsituation auch wissen, wo sie Hilfe finden“, schlägt Ries vor und bedankt sich noch bei den Unterstützern, wie die BIG (Fred Puck) und dem Bürgerverein Hellerhof, sowie bei Verwaltungsstellenleiter Uwe Sandt, die sich am Gelingen der Notinseln beteiligen.

Montag, 11. September 2017

Was ist Rechtsextremismus?



Das rechtsextremistische Spektrum setzt sich aus sehr verschiedenen Gruppen und Organisationen zusammen, darunter Parteien, neonazistische Kameradschaften und gewaltbereite Gruppen. 
Eine juristische Definition des Begriffes "Rechtsextremismus" existiert nicht, ebenso wenig eine in der soziologischen oder politologischen Diskussion allgemein anerkannte. Hinzu kommt, dass der Rechtsextremismus kein einheitliches, ideologisch geschlossenes Phänomen ist, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Strömungen, ideologischer Ausrichtungen und Organisationsformen umfasst. Gleichwohl ist es beispielsweise möglich, rechtsextremistische Ideologie inhaltlich durch Darstellung der wesentlichen Merkmale zu beschreiben:
Nationalismus 
Wahrung und Stärkung der eigenen Nation als oberster alles dominierender Grundsatz (übersteigerter, völkisch fundierter Nationalismus, Auffassung eigener Überlegenheit).

Autoritarismus 
Überbetonung staatlicher Autorität gegenüber der Gesellschaft mit Idealisierung hierarchischer Strukturen (auch fehlende innerorganisatorische Demokratie).

Antipluralismus 
Unterwerfung und Bekämpfung individueller oder gruppenspezifischer Interessen zugunsten der "Volksgemeinschaft", Ablehnung von Interessenverbänden (Identität von Regierung und Volk).

Ideologie der Ungleichwertigkeit 
Ausgrenzung/Abwertung nicht zur Eigengruppe gehörender Menschen; biologistisches Weltbild (Rassismus/Ausländerfeindlichkeit, Betonung angeblich "natürlicher Hierarchien" und des Rechts des Stärkeren). 

Themen im Phänomenbereich Rechtsextremismus:

Ein geschlossenes theoretisches System ist im Rechtsextremismus nicht vorhanden. Gleichwohl finden sich in der politischen Argumentation sämtlicher rechtsextremistischer Organisationen/Gruppierungen gemeinsame Begriffe.
Die wichtigsten rechtsextremistischen Parteien sind in Nordrhein-Westfalen die 'Nationaldemokratische Partei Deutschlands' (NPD), 'Bürgerbewegung pro Köln' und 'pro NRW'.
Die heutige Neonazi-Szene steht in der Tradition des historischen Nationalsozialismus mit seinem Elite- und Führerprinzip.
Sie versteht sich als Protest, als Opposition zur Gesellschaft. Als Ausdruck ihres Protests hat die Skinhead-Bewegung eigene "Standards" entwickelt wie zum Beispiel Kleidungsaccessoires, Kommunikationsmittel (Fanzines) und als Hauptmerkmal ihren eigenen Musikstil.
Die Neue Rechte ist eine in den 60er Jahren in Anlehnung an die französische "Nouvelle Droite" und ihren Vordenker Alain de Benoist entstandene geistig-politische Strömung, die sich als "Gegenmodell" zur Studentenbewegung von 1968, der Neuen Linken, verstand.
Ziel des Revisionismus ist es, die Geschichtsschreibung über die Zeit des Nationalsozialismus zu widerlegen und dadurch langfristig die nationalsozialistische Ideologie zu rehabilitieren.
Bei den sonstigen rechtsextremistischen Gruppierungen handelt es sich zumeist um Kleingruppen bis hin zu Ein-Mann-Organisationen - in der Regel von marginaler Einflussnahme auf die Entwicklung des gesamten Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland.
Rechtsextremistische Parteien, Vereinigungen, aber auch neonazistische Kameradschaften sind immer wieder bemüht, in der Bevölkerung Anklang für ihre Ziele zu finden, indem sie die öffentliche Auseinandersetzung mit bestimmten Themen kampagnenartig forcieren.
Die rechtsextremistische Szene hat ein Mediennetz gesponnen, das aus einer großen Bandbreite an Publikationen besteht. Dazu zählen regelmäßig erscheinende Zeitungen und Zeitschriften (mit einer Jahresgesamtauflage von mehreren Millionen Exemplaren), Bücher und Tonträger, insbesondere CDs. Zu einem der wichtigsten Kommunikationsmittel der Szene ist das Internet geworden.
Quelle: http://www.mik.nrw.de