Montag, 8. September 2014

Kaution Weg, Schlüssel passt nicht: Betrug bei der Wohnungssuche übers Internet

Neue Betrugsmasche: Diesmal geht’s um Wohnungssuchende die übers Internet betrügerische Angebote erhalten. 

Das Internet erleichtert die Suche nach einer Wohnung erheblich, allerdings lauern hier auch Gefahren. Immer häufiger ist in letzter Zeit beispielsweise in den Medien von Betrugsfällen bei der Wohnungssuche zu hören.

Wer Interesse an einer Wohnung zeigt, der bekommt über ein Kontaktformular einen Kurierdienst  vermittelt, der gegen eine hohe Kaution den Schlüssel für eine zu besichtigende Wohnung bringt. Die Kaution ist fort, der Schlüssel passt nicht – schon etliche Wohnungssuchende seien auf diesen neuen Trick hereingefallen.

Betrugsfälle bei denen Wohnungssuchende gegen Vorkasse den Wohnungsschlüssel erhalten sollen, sind kein Einzelfall. Der so genannte “Vorschussbetrug” ist kein Spezialproblem der Immobilienbranche, sondern beispielsweise auch in der Automobilbranche bekannt. Betrügereien nach dieser Masche finden vor allem in Internetportalen statt. Online zu inserieren, ist preiswerter als Anzeigen in Tageszeitungen zu schalten. Seriöse Immobilienportale prüfen Annoncen vor der Veröffentlichung zwar, doch bei mehr als einer Millionen Einzelanzeigen und gerissener Vorgehensweise schafft es die eine oder andere Anzeige doch unter die Suchergebnisse, wenn sie zweifelsfrei den Anschein von Seriosität vermittelt.  

Betrüger nutzen gern – aber nicht ausschließlich - Finanzdienstleister wie "Western Union" oder "MoneyGram"


Das sicherste Mittel vor Betrug bei der Wohnungssuche ist, die folgenden Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten:
  • Zahlen Sie niemals Geld, bevor Sie den Mietvertrag für eine Wohnung unterzeichnet haben
  • Unterzeichnen Sie nie einem Mietvertrag vor der Wohnungsbesichtigung
  • Seriöse Anbieter von Wohnungen verlangen niemals Vorkasse in Bar oder als Überweisung, auch den Wohnungsschlüssel würden sie nie per Post verschicken! 
Wenn Sie bereits Opfer eine Vorschussbetruges geworden sein sollten, schalten Sie die Polizei ein: 110