Donnerstag, 18. September 2014

Einbrecher nutzen frühe Dämmerung im Herbst

Foto: Polizeiberatung.de
In der mit dem Herbst beginnenden dunklen Jahreszeit, wenn es früher dämmert, sind Einbrecher häufig aktiv. Hinzu kommt, dass die Zahl der  Einbrüche in den vergangenen Jahren gestiegen ist: Waren es laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) im Jahr 2012 noch 144.117 Fälle, wurden 2013 insgesamt 149.000 Fälle einschließlich der Einbruchsversuche  erfasst. Das ist ein Anstieg von 3,7 Prozent. Die Einbrecher verursachten dabei einen Schaden (nur Stehlgut) von 427,5 Millionen Euro.

Den Schutz der eigenen vier Wände vor ungebetenen Gästen sollten Bürgerinnen und Bürger deshalb ernst nehmen. Denn neben dem materiellen Verlust müssen die Betroffenen auch mit dem Eingriff in ihre Privatsphäre und häufig auch dem Verlust des Sicherheitsgefühls klar kommen.

Um Bürgerinnen und Bürger über Einbruchschutz aufzuklären und dabei auch an ihre Eigenverantwortlichkeit zu appellieren, hat die Polizei 2012 die Einbruchschutzkampagne K-EINBRUCH ins Leben gerufen: Im Mittelpunkt steht der „Tag des Einbruchschutzes“, der alljährlich am letzten Sonntag im Oktober, dem Tag, an dem die Uhren wieder auf die Winterzeit umgestellt werden, stattfindet. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ gibt es deutschlandweit zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen der Polizei und ihrer Kooperationspartner rund um diesen Tag.

Dass es sich lohnt, sich mit dem Thema Prävention auseinander zu setzen, zeigen wiederum die Zahlen: Denn trotz gestiegener Fallzahlen ist die Zahl der Einbruchsversuche, d.h. der nicht erfolgreichen Einbrüche, hoch.

Während 1993 lediglich 28,3 Prozent der Einbrüche im Versuch stecken blieben, betrug der Versuchsanteil im Jahr 2013 bereits 40,2 Prozent. Mittlerweile misslingen Einbrüche nicht zuletzt durch vorhandene Sicherungseinrichtungen und eine aufmerksame Nachbarschaft. 

So können Sie sich in Zukunft besser schützen

Dass man sich vor Diebstahl und Einbruch schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei: Über ein Drittel der Einbrüche bleibt im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Aber auch durch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn werden Einbrüche verhindert. Ratschläge, wie Sie sich und Ihr Eigentum wirkungsvoll schützen können, finden Sie in der Broschüre Sicher wohnen – Einbruchschutz, die Sie online ansehen oder kostenlos anfordern können.


Nutzen Sie den kostenlosen Service einer sicherungstechnischen Fachberatung in einer von bundesweit rund 300 Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen, bevor Sie beschädigte Schlösser, Fenster oder Türen komplett ersetzen lassen. So vermeiden Sie unnötige oder unsinnige Anschaffungen, die möglicherweise nur ein trügerisches Gefühl von Sicherheit vermitteln. Weitere Informationen zu einbruchshemmenden Produkten.

Beugen Sie vor und führen Sie Ihre Wertgegenstände in einer Wertgegenstandsliste auf, die Sie herunterladen können. So kann im Falle eines Falles aufgefundenes Diebesgut besser zugeordnet werden. 

Weitere Informationen unter:
www.k-einbruch.de www.polizei-beratung.de/einbruchsdiebstahl.html