Mittwoch, 2. April 2014

"Missbrauch verhindern!": Kampagne der Polizei klärt auf

Bild: Thorben Wengert-pixelio.de
Gerade im Frühjahr, wenn die ersten Sonnenstrahlen Lust darauf machen, Rad  zu fahren, schlagen Fahrraddiebe besonders häufig zu. Besonders beliebt bei  den Langfingern sind große Abstellplätze, zum Beispiel an Bahnhöfen, Bädern oder Sport- und Freizeiteinrichtungen. Doch oft reichen schon ganz einfache  Mittel, um den Drahtesel vor Dieben zu schützen, wie zum Beispiel ein geeignetes Schloss, mit dem das Rad fest angeschlossen werden kann sowie eine individuelle Kennzeichnung.



Sollte das Rad dennoch gestohlen werden, benötigt die Polizei alle verfügbaren Kennzeichen, mit denen sich das Rad zweifelsfrei identifizieren lässt, wie die individuelle Rahmennummer. Diese ist bei vielen in Deutschland verkauften Rädern in den Rahmen eingeschlagen. Zusätzlich empfiehlt die Polizei eine Fahrradcodierung (mit Kraftfahrzeugkennzeichen, Gemeindeschlüssel, Straßenschlüssel, Hausnummer und Initialen). Die Codierung lässt sich anhand der amtlichen Schlüsselzahlen von Fundämtern und Polizeidienststellen leicht entschlüsseln. Wo Fahrradbesitzer ihr Rad codieren lassen können, erfahren sie im Fachhandel. Bei der Polizei erhalten sie den Aufkleber "Finger weg – Mein Rad ist codiert!", den sie an ihrem Rad anbringen können, um Diebe abzuschrecken.

Der Fahrradpass der Polizei hilft, gestohlene Räder zweifelsfrei zu identifizieren, den Täter zu überführen und den rechtmäßigen Eigentümer ausfindig zu machen. Diesen gibt es auch als kostenlose App für iPhones sowie Smartphones mit Android-Betriebssystem. Mit der FAHRRADPASS-App lassen sich alle wichtigen Merkmale eines Fahrrads - einschließlich Fotos - bequem verwalten und bei Diebstahl elektronisch schnell an Polizei und Versicherung weiterleiten.

Weitere Tipps, wie Fahrradbesitzer ihren Drahtesel vor Dieben schützen können, finden Sie im Faltblatt "Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?". Das Faltblatt mit Fahrradpass zum Heraustrennen liegt bei den örtlichen (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen aus, kann aber auch über die App und im Internet heruntergeladen werden:
http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/details/form/7/25.html

Die FAHRRADPASS-App kann kostenlos im App Store beziehungsweise im Google Play Store herunter geladen werden:

Link zum App Store:
http://itunes.apple.com/de/app/fahrradpass/id438072942?mt=8

Link zum Google Play Store:
https://play.google.com/store/search?q=fahrradpass&c=apps

Medienpaket "Verklickt": Sicher durch den digitalen Alltag

Jeder Internetnutzer kann Opfer von Internetkriminalität werden. Dies trifft insbesondere auch auf junge Menschen zu. Ihr Alltag spielt sich zu einem großen Teil online ab - der damit verbundenen Risiken sind sie sich aber häufig nicht bewusst. Hinzu kommt, dass junge Menschen im Netz bewusst oder unbewusst als Täter in Erscheinung treten können, beim Cybermobbing zum Beispiel. Der jetzt erschienene Film "Verklickt!" für Kinder und Jugendliche ab der Klassenstufe 7 zeigt die Realität junger Menschen in ihrer virtuellen Welt - ohne Extreme widerzuspiegeln. Dadurch können junge Zuschauer die Filminhalte eher auf ihre eigene Lebenswelt übertragen und auf diese Weise ihren persönlichen Umgang mit Medien kritisch prüfen. Das im Medienpaket enthaltene pädagogische Begleitheft bietet Lehrern und anderen pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit, im Rahmen von Diskussionen oder Projektarbeit die unterschiedlichen Problematiken bei der Nutzung digitaler Medien vertiefend zu behandeln. Die Inhalte des Begleithefts richten sich an der Filmhandlung aus. Thematische Schwerpunkte sind Cybermobbing, Illegale Downloads, Kostenfallen, Persönlichkeits-und Urheberrechte. Weitere Themen sind beispielweise das Verhalten in Sozialen Netzwerken, jugendgefährdende Inhalte oder Passwortsicherheit. "Mit dem Medienpaket wollen wir Lehrkräfte, Medienpädagogen und andere Fachkräfte bei der Vermittlung von Vorbeugungsempfehlungen unterstützen. Wenn es darum geht, über strafrechtliche Aspekte bei der Internetnutzung aufzuklären, ist die Polizei für viele Fachkräfte ein wichtiger Ansprechpartner", so Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Das Medienpaket ist in Kooperation der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entstanden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: http://www.polizei-beratung.de/verklickt

Einsatz von Dashcams verstößt gegen Datenschutz

So genannte Dashcams sind der neueste Trend auf dem Markt der Videoüberwachung. Diese Kameras werden wie Navigationsgeräte an der Windschutzscheibe oder auf dem Armaturenbrett eines Fahrzeugs befestigt und filmen das Verkehrsgeschehen, um insbesondere bei Unfällen das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer zu dokumentieren. In Deutschland ist der Einsatz solcher Kameras jedoch in der Regel datenschutzrechtlich unzulässig. Darauf haben jetzt die Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich aufmerksam gemacht ("Düsseldorfer Kreis" vom 25./26.02.2014). Wie bei einer herkömmlichen Videoüberwachung ist auch der Betrieb von Dashcams an § 6b Abs. 1 Nr. 3 und Abs. 3 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) zu messen. Danach ist eine Beobachtung und Aufzeichnung mittels Videokameras nur zulässig, soweit dies zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke erforderlich ist und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen. Diese Voraussetzungen sind nach Ansicht der
Datenschutzaufsichtsbehörden in aller Regel nicht erfüllt, da die schutzwürdigen Interessen der anderen Verkehrsteilnehmer überwiegen. Das informationelle Selbstbestimmungsrecht umfasst auch das Recht des Einzelnen, sich in der Öffentlichkeit frei zu bewegen, ohne befürchten zu müssen, ungewollt und anlasslos zum Objekt einer Videoüberwachung gemacht zu werden.

Weitere Informationen zum Datenschutz gibt es unter www.datenschutz.de oder
www.datenschutzbeauftragter-online.de

Sicherer Autokauf im Internet

Die Bedeutung des Internets als Kauf- und Verkaufskanal steigt. Damit nimmt auch der Informations- und Aufklärungsbedarf bezüglich bekannter Betrugsmethoden zu. Die Initiative "Sicherer Autokauf im Internet", deren Partner auch die Polizeiliche Kriminalprävention ist, klärt auf ihrer Seite www.sicherer-autokauf.de Nutzer von Internet-Fahrzeugmärkten über Fragen der Sicherheit auf, informiert über betrügerische Maschen und leistet Hilfestellung. In der Rubrik "Mein Erlebnis" können Nutzer über ihreErlebnisse mit Betrügern berichten. Über die Kommentarfunktion können andere Besucher die Berichte um Details wie verdächtige E-Mail-Adressen oder Telefonnummern ergänzen. Mittlerweile 3,1 Millionen Besucher haben sich seit 2007 auf der Seite über den sicheren Autokauf im Internet informiert. Die Seite wird ständig aktualisiert und bei Bedarf um neue, noch unbekannte Betrugsmethoden ergänzt.

Süße Versuchung: E-Shishas erobern den Schulhof

Elektrische Zigaretten (E-Zigaretten) werden immer häufiger auch von Jugendlichen verwendet. Seit Kurzem sind auch "E-Shisha", "Shisha to go" oder "Shisha2Go" genannte Varianten erhältlich. Dem Namen nach sind dies Wasserpfeifen, in Aufbau und Funktionsweise sind sie aber nichts anderes als elektrische Zigaretten mit einem Mundstück, das dem einer Wasserpfeife nachgeahmt ist. Die Flüssigkeit, die in einer E-Zigarette oder E-Shisha verdampft wird, ist mit Aromen (Früchte, Süßigkeiten oder Getränke wie Kaffee und Cocktails) versetzt und damit auch für Kinder und Jugendliche attraktiv. Immer häufiger verwenden auch Schülerinnen und Schüler E- Zigaretten bzw. E-Shishas, seit Neuestem auch verstärkt auf Schulhöfen und im Klassenraum.

E-Zigaretten sind in Deutschland seit dem Jahr 2006 über das Internet erhältlich, inzwischen je nach Bundesland auch in Supermärkten oder Spezialläden. In Deutschland – wie auch in vielen anderen Ländern – unterliegen E-Zigaretten und damit auch E-Shishas bislang keiner gesetzlichen Regelung, so dass unklar ist, ob die Produkte an Orten, an denen das Rauchen gesetzlich untersagt ist (beispielsweise öffentliche Einrichtungen, Arbeitsplätze, Schulen) verwendet werden dürfen oder nicht. Solange keine gesetzlichen Regelungen für E-Zigaretten und E-Shishas bestehen, empfiehlt das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) Schulen daher, über das Hausrecht das Rauchverbot für Zigaretten auch auf alle E- Produkte auszuweiten. In einem speziell für Schulen verfassten Informationsblatt klärt das DKFZ über das Thema auf. Es kann unter www.tabakkontrolle.de heruntergeladen werden.

Umfassende Informationen zu den Ursachen und Folgen des Konsums legaler und illegaler Drogen und Hinweise zur Vorbeugung gibt die Polizei in der Broschüre "Sehn-Sucht". Sie ist kostenlos bei den örtlichen (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen erhältlich oder kann unter http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/details/form/7/3.html heruntergeladen werden.

"Missbrauch verhindern!": Kampagne der Polizei klärt auf

Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt zu schützen, ist Aufgabe eines jeden Erwachsenen. Die bundesweite Kampagne der Polizei "Missbrauch verhindern!" fordert bewusst dazu auf, Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch auch anzuzeigen. Dadurch soll Missbrauch eher beendet und ein Beitrag zum aktiven Opferschutz geleistet werden. Dabei kooperiert die Polizei mit der Opferschutzorganisation Weisser Ring e. V. Trotz zahlreicher Informationen der Bevölkerung über sexuellen Kindesmissbrauch wird dieser verhältnismäßig selten polizeilich bekannt gemacht - vor allem, wenn der Missbrauch innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises geschieht. Dies unterstreichen auch polizeiliche Erkenntnisse, nach denen zwei Drittel der Opfer ihre Täter kennen. Gründe für die mangelnde Anzeigenbereitschaft sind neben der Abhängigkeit des Opfers vom Täter auch die Angst der Angehörigen vor den Folgen einer Anzeige und einem damit verbundenen Gerichtsverfahren. Die Kampagne "Missbrauch verhindern!" will daher erwachsene Bezugspersonen von betroffenen Kindern über Erscheinungsformen von sexuellem Kindesmissbrauch aufklären, ihnen Hilfemöglichkeiten aufzeigen und sie schwerpunktmäßig über den Ablauf eines Strafverfahrens informieren.

Informationen zur Kampagne gibt es unter www.missbrauch-verhindern.de. Die Broschüre "Missbrauch verhindern!" sowie Plakate zur Kampagne sind bei der nächstgelegenen (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle kostenlos erhältlich und als Download verfügbar unter http://www.polizei- beratung.de/medienangebot/details/form/7/194.html

Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Internet: http://www.polizei-beratung.de/ ,

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