Samstag, 9. März 2013

Betrügerische Schockanrufe

Christian Seidel pixelio.de
Die Polizei warnt vor Betrügern, die insbesondere russischsprachige Menschen um ihr Erspartes bringen wollen. Gestern gingen zwei Anzeigen ein. In einem Fall hatte eine Geschädigte einem unbekannten Abholer einen Bargeldbetrag übergeben, in dem zweiten Fall kam es nicht dazu.

Die Schockanrufer gehen immer gleich vor. Die meist russischstämmigen Geschädigten erhalten Anrufe von angeblichen Anwälten, Staatsanwälten oder nahen Angehörigen. Die Telefonate werden in russischer Sprache geführt. Die Täter schildern dann eine vermeintliche Notlage, in der sie sich selbst oder ein naher Verwandter befinden soll. So wird zum Beispiel berichtet, dass ein Verwandter einen Unfall im Ausland verursacht hat, nun im Gefängnis sitze und eine Kaution benötige. Auch aufwändige Behandlungskosten nach einem Unfall, die sofort bezahlt werden müssten, sind oft Inhalte der Gespräche. Lassen sich die Angerufenen auf die Forderung ein, wird das Geld von einem Unbekannten abgeholt. 
Genau so liefen Telefonate mit zwei Frauen in Düsseldorf ab. Eine Seniorin übergab einem Unbekannten an der Nosthoffenstraße einen Bargeldbetrag, weil sie eine Kaution für ihren Schwiegersohn bezahlen sollte, der angeblich nach einem Unfall im Ausland im Gefängnis sitze. Nach der Geldübergabe wurde die Seniorin allerdings misstrauisch und rief ihre Verwandten an. Schnell stellte sich heraus, dass sie Opfer von Trickbetrügern geworden war. In einem zweiten Fall scheiterte der Anrufer, da die 64-Jährige angab, kein Geld im Haus zu haben. 
Der Abholer soll circa 20 Jahre alt, ungefähr 1,80 Meter groß und schlank sein. Er hat kurze dunkle Haare und einen dunklen Teint. Bekleidet war er mit einer schwarzen Jacke und einer schwarzen Hose. 

Hinweise nimmt die Polizei (Kriminalkommissariat 21) unter Telefon 0211-8700 entgegen.

Die Polizei gibt folgende Tipps: 
  • Gehen Sie niemals auf solche Forderungen ein! 
  • Geben Sie nie Geld an unbekannte Abholer! 
  • Rufen Sie grundsätzlich selbst Ihre Angehörigen über die Ihnen bekannten Telefonnummern an und vergewissern Sie sich! 
  • Verständigen Sie die Polizei über ein solches Geschehen! 
  • Warnen Sie auch andere Mitbürger vor den Maschen der Betrüger! 
 Quelle: polizei-beratung