Dienstag, 30. Oktober 2012

Sicherheitsregeln für das Surfen und Einkaufen im Internet


Das Internet bietet älteren Menschen viele Möglichkeiten: Einkaufen, Bankgeschäfte erledigen, aktuelle Nachrichten lesen oder mit den Enkeln chatten – und das alles bequem von zu Hause aus. Gerade für Senioren, die nicht mehr so mobil sind, ist dies praktisch. Dabei sollten allerdings einige Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden. Welche, darüber informiert die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.
„Grundsätzlich sollten auf dem PC eine Firewall und ein Virenscanner installiert sein“, rät Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Viele Betriebssysteme bieten bereits eine Firewall an, die lediglich aktiviert werden muss. Oder man erwirbt im Fachhandel alternative Programme. „Wichtig ist außerdem“, so Hammann weiter, „die Software immer auf aktuellem Stand zu halten, ganz einfach beispielsweise über automatische Updates.“

Sorgsamkeit ist beim Umgang mit persönlichen Daten oberstes Gebot: „Internetnutzer sollten sich genau überlegen, wo im Netz sie welche Daten eingeben. Wer sensible Daten weitergibt, zum Beispiel Kontodaten, muss sicher sein, eine verschlüsselte Verbindung zu nutzen. Die Adresszeile im Browser beginnt dann mit https“, betont der Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention. Zur Sicherheit gehört auch der Einsatz von sicheren Passwörtern. Diese umfassen mindestens acht, besser noch zehn Zeichen: Groß- und Kleinbuchstaben kombiniert mit Zahlen und Sonderzeichen. Sie sollten auf den ersten Blick sinnlos zusammengesetzt sein. Für jede Anwendung ist ein anderes Passwort zu verwenden und regelmäßig zu ändern. Die Passwörter sollten nicht im PC gespeichert oder an für andere Personen leicht zugänglichen Stellen aufbewahrt werden!

Bei E-Mails von Unbekannten ist Vorsicht angebracht: E-Mail-Anhänge sollten nur dann geöffnet werden, wenn der Absender bekannt ist. Es gibt Betrüger, die per E-Mail dazu auffordern, die Zugangsdaten zum Homebanking einzugeben. Hier gilt: Online-Bankgeschäfte niemals über Links aus E-Mails tätigen. Stattdessen die Internet-Adresse der Bank immer per Hand in die Adresszeile des Browsers eingeben. Kein Geldinstitut oder sonstiger Diensteanbieter im Internet versendet E-Mails, in denen nach PINs, TANs oder Kennwörtern gefragt wird.

Um zu verhindern, dass Kriminelle über Downloads Schadprogramme auf dem PC installieren, sollte man nur Software herunterladen, die aus vertrauenswürdigen Quellen stammt. Außerdem sind Downloads vor der Anwendung durch aktuelle Anti-Viren- und Anti-Spyware-Programme zu prüfen.

Wer das Internet für Einkäufe nutzt, sollte sich vor dem Kauf gewissenhaft über den Anbieter informieren. Dazu gehört, dessen Identität und Anschrift, Garantie- und Gewährleistungsbedingungen sowie Widerrufs- oder Rückgaberecht zu prüfen. Diese sollten auf der Website leicht auffindbar sein. Sinnvoll ist es, Internet-Gütesiegel (www.internet-guetesiegel.de) zurate zu ziehen. Diese helfen bei der Einschätzung von Anbietern. Vor dem Kauf sind unbedingt die AGBs (Allgemeine Geschäftsbedingungen) durchzulesen und für den Kauf ist in jedem Fall eine sichere Zahlungsmethode zu wählen: Sicher ist die Zahlung per Rechnung, Bankeinzug oder Kreditkarte. Auch mit der Nutzung eines Online-Zahlungsservices, wie zum Beispiel PayPal, wird ein hohes Maß an Sicherheit erreicht. Besteht ein Internetverkäufer auf Vorauszahlung oder eine Zahlung per Bargeldtransfer, sollte man sich einen anderen Anbieter suchen.

Über den sicheren Online-Kauf informiert die Polizei gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern eBay und dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) auf ihrer Kampagnenwebsite www.kaufenmitverstand.de.

Weitere Informationen zum Thema Gefahren im Internet finden Sie unter